„HI ERN“

Das „Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien“

Für die Helmholtz-Gemeinschaft gibt es gute Gründe, den Namen von Hermann von Helmholtz zu tragen, einem der größten Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Hermann von Helmholtz steht für die ganze Vielfalt der naturwissenschaftlichen Forschung und die Hinwendung zur technologischen Praxis. Er war einer der letzten wirklichen Universalgelehrten. Helmholtz vertrat eine Naturwissenschaft, die Brücken schlug zwischen Medizin, Physik und Chemie.

Hermann von Helmholtz (1894)

Seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten und Entwicklungen verknüpften Theorie, Experiment und praktische Anwendung. Helmholtz gründete die Physikalisch-Technische Reichsanstalt und amtierte als deren erster Präsident. Die Reichsanstalt war weltweit das erste wissenschaftliche Forschungszentrum außerhalb der Universitäten und gilt damit als eine Vorläuferin der Helmholtz-Gemeinschaft.

Forschungen und Entwicklungen

Das Forschungsgebiet, das Helmholtz bearbeitete, reichte von der Medizin über Physik und Mathematik bis zu Psychologie, Musik und Philosophie. Zu seinen nachhaltig wirkenden Forschungsergebnissen gehört zum Beispiel seine Formulierung des Gesetzes „Über die Erhaltung der Kraft“. Untersuchungen des Stoffwechsels hatten Helmholtz dorthin geführt.

Helmholtz bestimmte als erster die Wellenlängen des ultravioletten Lichtes und errechnete die Leistungsgrenze des Lichtmikroskops. Er entwickelte die „Drei-Komponenten-Farbtheorie“‚ die im Zeitalter des Farbfernsehens eine neue Bedeutung erhalten hat.

Bei Helmholtz' Arbeiten zur Akustik entstand die Theorie der Luftgeschwindigkeit in offenen Röhren. Für spätere Wissenschaftler-Generationen richtungsweisend waren auch seine Forschungen zur Hydrodynamik und zur Theorie der Elektrodynamik. In der Thermodynamik gelang Helmholtz die mathematische Formulierung des ersten Hauptsatzes.

Helmholtz gilt zudem wegen seiner mathematisch ausgearbeiteten Studien über Naturphänomene wie Wirbelstürme, Gewitter, Luft- und WasserwelIen sowie Gletscher als Gründervater der modernen Meteorologie.

Augenärzte und ihre Patienten verdanken Helmholtz den so genannten Augenspiegel, mit dem es ihm erstmals gelang, die Netzhaut sichtbar zu machen. Er entwickelte zusätzlich das Ophthalmometer, ein Gerät zur Messung der Hornhautkrümmung. Schließlich widmete sich Helmholtz auch der Philosophie. Er behandelte in seinen Schriften eingehend die erkenntnistheoretischen Konsequenzen naturwissenschaftlicher Forschung.

Zahlen & Fakten